Diagnose: Dottersackkrebs

Erstdiagnose mit 37 Jahren

Der Anfang

Als mich die Diagnose an einem Mittwoch im Juli 2015 mit 37 um 13:35 Uhr telefonisch ereilte, habe ich nicht gewusst was auf mich zukommt. Die Ärzte haben mich beruhigt und gesagt, dass meine Krebsart sehr selten ist, aber ich zu 90% gesund werde. Vielleicht war es genau das, was mir Angst machte, weil ich ahnte, dass bei mir alles anders werden würde.

Mein Blog

Als offener Mensch habe ich meine Krankheit nie verschwiegen, ich dachte ich marschiere da durch – es wäre ein Projekt und das mein Weg (gesund zu werden) das Ziel wäre, aber von Anfang an lief alles anders.
Ich bin bzw. war  nicht nur selten, sondern einzigartig im Verlauf. Leider im negativen Sinne. Heute weiß ich, dass der WEG das Ziel ist bzw. von Anfang an war. Ich habe bewusst meinen Blog Und auf einmal war er da – Dottersacktumor September 2016 bei Facebook gestartet, um andere Menschen an meinem Weg teilhaben zu lassen. Das war kurz nachdem mir gesagte wurde, ich sei wohl „unheilbar“ – aber was heißt das schon. Ich hatte nicht gehofft, 2017 zu schaffen. ABER mir wurde mehr als Zeit geschenkt und was wäre ich wenn ich diese nicht nutzen würde. Ich bin stabil (er schläft und macht sich unsichtbar) seit 2017 und wer weiss – vielleicht überlebe ich ja alle. Es kommt doch darauf an, wie wir unseren Weg gehen und nutzen, oder?

Meine Motivation

Ich spürte schnell, dass ich noch eine Aufgabe darüber hinaus habe, dem Krebs ein Gesicht zu geben für all diejenigen, die sich nicht trauen, dazu zu stehen, die ohne Hoffnung oder einfach nur traurig sind. Deutlich wurde mir dies als ich die ersten Krebspatienten kennenlernte und bis zum Schluss begleitete – ich selbst hatte das große Glück, dass mich liebe Menschen begleitet haben von Anfang an.
Ein Grund warum ich die Idee eines „Patenprogramms“ beim NCT in Heidelberg 2017 ins Leben gerufen habe. Die Erlöse meines Kalenderprojekts 2017 „Krebs hat ein Gesicht“ gingen zu 100% in dieses Programm, damit niemand mehr alleine seinen Weg seit 2018 gehen muss.

www.krebs-hat-ein-gesicht-de

Mein Herzensprojekt

Sausewind – Das Buch für Klein und Groß

Es sollte Schluss ein, aber ich fand meine Geschichte über Sausewind wieder und eine neue Idee war geboren. Ein Buch für Klein und Groß über das was wichtig im Leben ist. Von Anfang an war klar, dass Sausewind einen größeren Sinn oder Zweck haben muss. Kinder sind unsere Zukunft und umso härter trifft es grade die Kleinsten, wenn sie an Krebs erkranken. Für sie selbst aber auch Ihre Eltern und Geschwister ist dieser Weg sehr schwer. ALLE Erlöse aus diesem Buch (zu 100%) und den dazugehörigen Aktionen werden gespendet an den Verein Aktion für krebskranke Kinder e.V.

www.sausewind-buch.de

Ich lade alle ein mich auf meinem Weg zu begleiten, denn egal wie mühsam er ist, ich gehe ihn für mich und alle die nicht mehr da sind jeden Tag weiter.

Meine empfehlenswerten Organisationen und Projekte

Logo Deutsche Stiftung Junge Erwachsene mit Krebs

Bildverweise: Impressum