Diagnose Brustkrebs

Erstdiagnose 2010 mit 41 Jahren

Den Tag meiner Brustkrebsdiagnose am 14. Mai 2010, werde ich wohl nie vergessen. Die Diagnose erlebte ich als großen Schock, stellte sie schließlich meine und die Zukunft meines Sohnes in Frage. Ich kann nicht sagen, dass mein Leben vor der Diagnose besser war. Dafür ist es mit der Geburt meines mehrfachbehinderten Sohnes, zu sehr von besonderen Lebensaufgaben geprägt. Es war einfach „anders“.
Neben der existentiellen Lebensbedrohung, galt meine größte Sorge meinem Sohn. Denn was wird aus ihm, wenn ich an der Erkrankung sterben sollte und wie sollten wir die kommenden Herausforderungen bestehen? Andererseits war die Liebe zu meinem Kind, mein größter Mutanker.
Im Mai 2012 erhielt ich die Gewissheit, dass meine Erkrankung genetisch bedingt war, ich Trägerin der sogenannten BRCA2-Mutation bin. Seitdem nehme ich an einem intensivierten Früherkennungsprogramm teil und traf die Entscheidung meine Ovarien entfernen zu lassen, um eine Eierstockkrebserkrankung zu vermeiden.
Während meiner Behandlungen und im „Danach“ musste ich lernen, dass mein Umfeld seine eigene Art und Weise hatte, meine Erkrankung zu erleben. Darüber ist so manche Beziehung zerbrochen, andere hingegen intensivierten sich.

Meine Motivation

Mein Blog ist meine Form der persönlichen Verabeitung über vielfältige Tabuthemen unserer Gesellschaft und entwickelte sich zu einem Sprachrohr und Wissensschatz für an Krebs erkrankte Frauen und ihre Angehörigen. Ein Weg der Vernetzung, über den ich viele inspirierende Menschen kennenlernte und nicht missen möchte. Ganz gleich, welche Projekte ich in den vergangenen Jahren initiiert oder unterstützt habe: „Es gibt noch viel zu tun! Für uns erkrankte Frauen als mündige PatientInnen, aber auch für die Frauen und Männer, die heute und zukünftig, die Diagnose Brustkrebs schmerzlichst erleben werden.“
„Es braucht Mut, Hoffnung und das Aufzeigen von Impulsen zur eigenen Krankheitsbewältigung, für mehr Lebensqualität.“
In meinem Wirken setze ich mich zudem als ehrenamtliche Hospizbegleiterin, Patientenvertreterin und Mutter meines mehrfachbehinderten Sohnes, für eine inklusive Gesellschaft ein.

Meine empfehlenswerten Organisationen und Projekte

Deutsche Palliativstiftung

Bildverweise: Impressum