Conny – Krankenschwester

Diagnose: Speicheldrüsenkrebs
Erstdiagnose mit 35 Jahren

Ich bin Conny, erwarte im März 2020 mein erstes Kind und heirate im im Januar 2020. Meine Diagnose erhielt ich im Jahr 2017. Ich ging nach langer Zeit zum Zahnarzt, weil ich eigentlich eine Katastrophe verhindern wollte. Er entdeckte einen harten Knubbel am Gaumen. Er fragte mich ob ich wüsste, was das wäre. Ich hatte keine Ahnung was er meint und habe diesen Knubbel nie bemerkt. Ich wurde daraufhin geröntgt um abzuklären, ob eine Entzündung die Ursache war.

Es war keine freie Flüssigkeit zu erkenne, sodass ich weiter in die Zahnklinik überwiesen wurde. Dort stach man mit einer Kanüle in den Tumor um nach Flüssigkeit zu schauen, die wie zuvor beschriben, nicht zu erkennen war. Ein DVT wurde gemacht. (DVT – Digitales Volumen Tomograph) Ich wurde wieder weitergeleitet an die Mund-Kiefer- Gesichtschirurgie.  Dort wurde mir mitgeteilt, das alles gut aussieht, saubere Ränder, ein Adennom (meist gutartige Geschwulst). Raus musste der Knubbel dennoch, sodass ein Termin zur Op vereinbart wurde. Einen Tag vor der Op wurde eine Probe aus dem Tumor genommen. Diese Probe war weder gut- noch bösartig zu diesem Zeitpunkt, daher wurde die Op abgesagt.

Einen Tag später lag ich dann im MRT und es war zu erkennen, wie groß der Tumor tatsächlich war und in welche Richtung dieser wuchs. Ein erneuter Termin beim Oberarzt und Professor folgte. Der Profesor entschied, mich zu operieren mit dem Hintergrund, als hätte ich Krebs. Die Op Teilresektion linker Kiefer und Wangenplastik war 14 Tage später. Danach stand  die Diagnose fest „Mucoepidermoid Ca“, Es folgten unzählige Operationen, die ich nicht mehr zählen kann. Ich bin derzeit krebsfrei, muss jedoch sobald unsere Tochter auf der Welt ist erneut operiert werden.

Die Folgeschäden

Seit den unzähligen Operationen, leide ich an einigen Folgeschäden.

  • postoperativer Parese im linken Arm durch Nervenschaden (Taubheitsgefühl)
  • chronisches Schmerzsyndrom
  • Entzündungen des Beckenkamms

„Aufgeben keine Option!“

Ich war als Krankenschwester auf einer Stroke Unit (schnelle Behandlung von Schlaganfall-Patienten) tätig. Derzeit beziehe ich Erwerbsminderungsrente. Ich möchte gerne wieder arbeiten,  jedoch wann, als was und wo, ist noch unklar.

Meine Motivation

Das Bloggen habe ich damals angefangen um all meine Freunde auf den aktuellen (Krankheits-)Stand zu bringen. Mit der Zeit kamen mehr Follower hinzu, was mir bewusst gemacht hat, wie wichtig Aufklärung in diesem Bereich ist.

Ich habe es mir zur Aufgabe gemacht, für andere da zu sein, zuzuhören und/oder Tips zu geben.  Ich bin als ehrenamtliche Onkolotsin zuständig im Haus Lebenswert Köln. Gerne würde ich in naher Zukunft beruflich als Beraterin einsteigen.

Meine empfehlenswerten Organisationen und Projekte

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