Krebs und Nebenwirkungen: Hand, Fuß, Haut

Krebs und trockene rissige Haut

Die Chemotherapie hinterlässt Spuren, auch noch lange Zeit nach Ende der Therapie. Die Fingernägel lösen sich und fallen mit unter sogar ganz aus. Die Nägel verfärben sich an Händen und Füßen und alles sieht einfach schrecklich aus.Der Druck auf die Nägel schmerzt, enge Schuhe zu tragen tut weh.Andere Patienten klagen über trockene, rissige und juckende Haut, andere wiederum haben Blasen unter den Füßen, wunde Stellen an Handgelenken und am Kopf. Die Sonne sollte möglichst gemieden werden, da die Haut recht dünn ist und das Immunsystem durch die Therapien geschwächt ist.

Krebs und die Polyneuropathie

Und wer kennt sie nicht, die Polyneuropathie. Ein Kribbeln, Brennen, und Schmerzen in Händen und Füßen. Die Krebstherapien schädigen die Nerven so stark, dass das Tastempfinden, die Schmerzweiterleitung und das Temperaturempfinden, welches durch die Nerven weitergegeben wird, beeinträchtigt sind. Chemotherapeutische Mittel zerstören Nervenenden, Nervenzellen und auch die isolierende Hülle um die Nervenzellfortsätze herum, so dass der Austausch von Stoffen und Informationen zwischen Nervenzellen und Gewebe behindert wird. Die Symptome einer Neuropathie sind weitläufig und reichen von Gefühlsstörungen bis in die Fußspitzen und Handgelenken. Jede kleinste Berührung wirkt überempfindlich, Hände und Füße fühlen sich pelzig, taub oder eingeschlafen an.Auf einmal wird die geliebte Gartenarbeit zur Qual, das Gleichgewicht gerät außer Kontrolle und das Risiko für Wundinfektionen steigt.

Wie lange diese und andere Nebenwirkungen auftauchen ist umstritten und bei jedem Patienten anders.

Quelle: https://www.krebsgesellschaft.de/onko-internetportal/basis-informationen-krebs/nebenwirkungen-der-therapie/neuropathie-nervenschaeden-bei-krebs.html

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Müssen Blogger Steuern zahlen?

Das Finanzamt ermittelt in Social-Media-Netzwerken


Müssen Blogger, Influencer, YouTuber und Co eigentlich Steuern zahlen? Ja, selbstverständlich! Denn das Internet ist kein rechtsfreier Raum; und es ist auch kein steuerfreier Raum. Brisant wird das Thema, weil es sich bei diesen Berufen um neue Tätigkeiten handelt, die nun auch im Fokus der Finanzämter stehen.


Worum geht es?


Auch steuerlich gelten auf den virtuellen Marktplätzen dieselben Gesetze, wie in der realen Wirtschaft. Im Dschungel der Online-Plattformen glauben sich viele Akteure in sicherer Deckung. Doch der Schein trügt! Diese bittere Erfahrung mussten vor einigen Jahren bereits Ebay-Powerseller und AirBnB-Vermieter machen. Auch sie standen zuvor lange Zeit unter Beobachtung der Finanzverwaltung, bis die Prüfer zuschlugen und erhebliche Nachzahlungen flossen. Nun kommen die Einschläge auch im Social-Media-Bereich näher.

Im Fokus der Finanzämter

Das Bayerische Landesamt für Steuern veröffentlichte im Mai einen FAQ-Katalog mit der Überschrift „Ich bin Influencer. Muss ich Steuern zahlen?“

https://www.finanzamt.bayern.de/Informationen/Steuerinfos/Zielgruppen/Influencer/
Interessant hieran ist meines Erachtens, dass die Finanzverwaltung ganz gezielt die Zielgruppe der Internetakteure anspricht und sie über ihre steuerlichen Pflichten informiert. Das Schreiben enthält erste Basics zu den relevanten Steuerarten. Es wird bereits darauf hingewiesen, welche Folgen aus der Verletzung steuerlichen Plichten folgen. Und die sind nicht ohne. Hierzu gehören Bußgelder, Zwangsgelder und Zinsen. In schweren Fällen sind sogar der Führerscheinentzug und auch Haftstrafen möglich.

Undercover in sozialen Netzwerken


Schon im Juni 2019 hat sich die Oberfinanzdirektion (OFD) Nordrhein-Westfalen ausführlich zur Nutzung von sozialen Netzwerken zur Sachverhaltsermittlung durch die Prüfungsdienste der Finanzverwaltung geäußert. Hiernach hält die Verwaltung die Ermittlungen im Internet und insbesondere in sozialen Netzwerken grundsätzlich nicht nur für geeignet, sondern sogar auch für erforderlich, um steuerlich erhebliche Sachverhalte vollständig aufzuklären.
Wörtlich heißt es in dieser Kurzinformation: „Neben der Kenntniserlangung in Bezug auf Tatsachen, die unmittelbar steuerlich relevant sind (unbekannte Einnahmequellen, Höhe der Einnahmen, etc.), dienen Ermittlungen auch der Erkenntnis von Hilfstatsachen, die Hinweise oder Schlüsse auf unmittelbar steuerlich relevanten Tatsachen geben oder zulassen können.“


Im Chat mit einem Betriebsprüfer?


Nun sollen die Prüfer also auch in sozialen Netzwerken ermitteln und hierzu sogar pseudonymisierte Kontaktanfragen stellen dürfen. Dies geht ebenfalls aus der Kurzinformation der Oberfinanzdirektion (OFD) Nordrhein-Westfalen hervor.
Gegenstand der Ermittlungen sind die veröffentlichten Informationen der Profilinhaber sowie die hierzu hinterlassenen Kommentare anderer Nutzer. Hierbei geht es insbesondere um die Informationen, die außerhalb des geschützten Raums preisgegeben werden und von Dritten in Abstufungen, wie zum Beispiel Abonnent, Freund, Mitglied wahrgenommen werden können. Diese Ermittlungen sollen der gewöhnlichen Internetrecherche entsprechen.
Die Finanzverwaltung sieht in der Nutzung sozialer Medien zur Ermittlung der Besteuerungsgrundlage grundsätzlich rechtlich keine Bedenken. Die hierbei gewonnenen Erkenntnisse dürfen nach ihrer Auffassung im Besteuerungsverfahren berücksichtigt werden. Die OFD Nordrhein-Westphalen weist aber bereits darauf hin, dass auf ein rechtmäßiges Verhalten der Prüfer zu achten ist.

Zeit für Realtalk!

Alles ist im Netz und online verfügbar. Die Kennzeichnung als „Werbung“, die Verlinkung von Freunden und Partnern, Affiliate-Links, Produktpreise; alles ist einsehbar. Mittels Internetrecherche oder Auskunftsersuchen an die Geschäftspartner hat das Finanzamt daher bereits einen recht guten Einblick über die Tätigkeit der Online-Akteure. Gut beraten ist also, wer den Tatsachen ins Auge blickt und sich um seine steuerlichen Aspekte kümmert; rechtzeitig!
Informationen hierzu findest du in meinem Einsteigerleitfaden „Vom Influencer zum Insolvenzer“. Mit diesem provokanten Titel möchte ich Bewusstsein für die steuerlichen Pflichten und die Risiken schaffen. Diese können bis zur Insolvenz führen, von deren Auswirkungen dann auch bisher unbeteiligte Familienmitglieder betroffen sein können. In dem Buch vermittele ich Grundwissen; es soll dir aber auch zudem als Nachschlagewerk dienen und liefert zudem zahlreiche Muster und Checklisten im Anlagenteil.

Fazit


Machen wir uns nichts vor; auch wir recherchieren doch vor einem Pitch, einer Prüfung oder einem Vorstellungsgespräch, wer unsere Gesprächspartner sind. Auch das Finanzamt hat schon immer öffentlich zugängliche Informationen ausgewertet. Die Einschläge kommen nun näher. Gut beraten ist, wer seine Buchführung und seine Steuern im Griff hat. Als Unternehmer solltest du aber eigentlich schon aus eigenem Interesse deine Zahlen stets im Griff haben.


Weiter Informationen:
Link zum Bayerischen Landesamt für Steuern
https://www.finanzamt.bayern.de/Informationen/Steuerinfos/Zielgruppen/Influencer/
Buch „Vom Influencer zum Insolvenzer“, ISBN-13: 9783750478497
https://www.bod.de/buchshop/vom-influencer-zum-insolvenzer-ralph-homuth-9783750478497


Autor

Ralph Homuth, LL.M. ist Steuerberater mit eigener Kanzlei in Hamburg. Als Pionier befasst er sich mit den steuerlichen Aspekten rund um den Social-Media-Bereich. Hier sieht er zahlreiche Parallelen zur Filmbranche, in der er viele Jahre tätig war. Seine Spezialgebiete sind Medienunternehmen und das internationale Steuerrecht. Er gilt als Experte für Blogger, Influencer, Let´s Player, YouTuber & Co.

Yvonne Renner *20.08.1966 †01.03.2020


Yvonne habe ich das erste Mal über ihren Instagram Account (yvonne_fuer_mannometas) wahrgenommen. Ihre Blogbeiträge waren trotz ihrer damals erneuten Erkrankung, voller Energie und Tatendrang. Ich las ihre Zeilen unglaublich gerne, da sie eine Mischung aus Humor, Sarkasmus und Authentizität ausstrahlten.

Kreatives konzeptionelles Schreiben war ihr Leben, was sag ich, es war ihre Berufung. Das Schreiben, sagte Sie einmal, hält sie am Leben, sodass sie dem fiesen Krebs zeigen wollte, dass sie noch fähig ist Wörter auf das Papier zu bringen. Sie schöpfte Kraft, wenn sie in ihrem Efeu umrankten Haus, mit ihren zwei Töchtern und ihrem Bulldog Eddie saß. Hier sprudelten die meisten ihrer Ideen aus ihr heraus.


Persönlich kennengelernt haben wir uns im November bei einem Bloggerworkshop. Sie war das erste Mal bei so einem Workshop und wir verstanden uns auf Anhieb.
Während dieses Workshops kam die Idee auf, ein Netzwerk zu erstellen, welches einen Mehrwert für alle Krebserkrankte bzw. Betroffene darstellen sollte. Yvonne war direkt Feuer und Flamme und wollte mit ihren kreativen Texten einen Teil vom großen Ganzen sein.
Im Workshop selbst ging es unter anderem um die Gestaltung für ein Bullet Journal. Dieses Thema hörte sie zum ersten Mal, doch auch hier wollte sie gerne einen Mehrwert schaffen.


Als die Pläne für Cancer Unites konkreter wurden, bot sie direkt an, den Text auf der hiesigen Internetseite mitzugestalten, gegenzulesen und zum Schluss, diese mit gutem Gewissen online geben zu können.
Sie erstellte auch federführend die ersten Postings. Ebenso kam ihr die Idee einen Thementalk zu implementieren, der von Betroffenen für Betroffene wöchentlich wechselnde Themen bespricht. Sie legte mit ihrer Unterstützung die ersten Grundsteine unseres Netzwerks, damit es wachsen kann.


Obwohl zu der Zeit (Ende Januar 2020) sehr geschwächt, besuchte mich Yvonne, an meiner Hochzeitsfeier. Es war einerseits schön sie da gehabt zu haben, andererseits erkannte ich, dass es ihr nicht gut ging.
Die Wochen bis zu ihrem Tod, habe ich sie zu Untersuchungen begleitet, besuchte sie Zuhause und kam mit ihr in einen vertrauten Kontakt.
Sie hätte gerne noch mehr Zeit gehabt. Auch ich hätte gerne noch mehr Zeit mit ihr verbracht, jedoch kam uns der Krebs in die Quere.


Liebe Yvonne, mich beruhigt es ungemein, dass du nun keine Schmerzen mehr hast. Ich bin mir sicher, dass du auf einer Wolke sitzt und auf uns alle herabblickst.
Mach es gut und ich danke dir für all deine Inspirationen.
Ich werde dich nie vergessen.


Deine Conny

Haarverlust

„Häufige Nebenwirkungen sind unter anderem Haarausfall.“ Ein Satz, den niemand von uns während der Chemotherapie Aufklärung lesen oder hören möchte.
Haare sind in unserem Kulturkreis ein Schönheitssymbol und die Frisur ist Teil der persönlichen Identität. Haarverlust ist daher ein Thema bei Neuerkrankten, das mit vielen Ängsten und Unsicherheiten verbunden ist. „Es sind nur Haare, die wachsen wieder nach!“ ist einer von vielen Sätzen, mit denen unsere Angehörigen oder Bekannten versuchen uns zu trösten und Mut zuzusprechen. Doch mit der Glatze wird die Krebserkrankung zum ersten Mal nach außen sichtbar. Dies kann für Krebspatienten sehr belastend sein, da sie von nun an auch äußerlich mit der Erkrankung identifiziert werden und Fragen oder Blicken ausgesetzt sind.

Der Umgang mit einer Glatze ist bei jedem Betroffenen unterschiedlich. Die eine Person rasiert sich vor dem Haarausfall eine Glatze und trägt diese mit Stolz. Eine andere zieht es vor eine Perücke nach dem Haarausfall zu tragen und widerum die nächste versucht mit einer Kühlhaube den Haarausfall zu minimieren. Immerhin ist die Situation nicht alltäglich und erfordert Flexibilität. Die Haare fallen nicht direkt aus, sondern ca. 10 Tage nach der ersten Chemotherapie. Ob die Haare wirklich ausfallen ist jedoch abhängig vom Medikament. Ohne Haare ist es kühl auf dem Kopf und durch Hitzewallungen kann es vermehrt zu Hitzestau unter Tüchern, Mützen oder der Perücke kommen. Erfahrungen, die jeder Betroffene selbst machen muss, um für sich den besten Umgang mit diesem Thema zu finden.

Da die Meinungen zum Thema Glatze unterschiedlich sind und viele Patienten beschäftigen, widmen wir diese Woche unseren Thementalk dem Haarverlust. Wir haben unsere Blogger gefragt, wie sie sich mit Glatze fühlten und welche Tipps für den Umgang mit Haarausfall sie für euch haben.

Wie steht ihr zu dem Thema? Glatze zeigen oder lieber verdecken? Wie reagierte euer Umfeld auf die Glatze? Habt ihr vielleicht auch ein Glatzen-Shooting gehabt? Zeigt uns gerne die Bilder oder erzählt uns eure Meinung.

Nebenwirkungen im Kopfbereich

Die Chemo und Strahlentherapie bringen so manche Überraschung mit sich. Die wohl auffälligste Nebenwirkung im Kopfbereich ist der Haarausfall, dem wir vor kurzem einen ganzen Thementalk gewidmet haben.
Doch es gibt eine Vielzahl von weiteren Nebenwirkungen: So kann es passieren, dass unser geliebter Kaffee plötzlich eigenartig schmeckt oder wir unseren Geschmacks- und Geruchssinn vorübergehend vollständig einbüßen.

Auch Zahn- und Kopfschmerzen können ein Resultat der Krebstherapie sein, die den Betroffenen zu schaffen macht. Viele von uns klagen über Pilzinfektionen, Aphten im Mundbereich und Schleimhautentzündungen (Mukositis), die jedoch mit den richtigen Mitteln gut zu behandeln sind.

Deutlich schwieriger gestaltet sich die Behandlung von Schwindel als unerwünschte Begleiterscheinung. Hier spielen viele Faktoren eine Rolle, vom Gleichgewichtssinn im Ohr, über den Kreislauf, bis hin zum Schwindel als Resultat von geringem Körpergewicht oder hauptsächlicher Bettlägerigkeit.

Wir haben unsere Blogger im Cancer Unites Netzwerk gefragt, welche Erfahrungen sie mit Nebenwirkungen im Kopfbereich haben. Sie erzählen euch am Freitag im Thementalk darüber und geben euch Tipps, wie ihr die Symptome gemeinsam mit eurem Arzt in den Griff bekommen könnt.

Nebenwirkungen: Verdauung/Übelkeit

Unser Verdauungsapparat spielt eine ganz besonders wichtige Rolle in unserem Körper: Er ist für die Aufnahme von lebenswichtigen Nährstoffen verantwortlich. Die Verdauung beginnt bereits bei der Aufspaltung der Nährstoffe während des ersten Bissens und endet mit dem Toilettengang. Auch für die Immunabwehr ist der Darm besonders wichtig, denn 70% aller Immunzellen befinden sich im Dünn- und Dickdarm. Deshalb ist ein gesunder und funktionstüchtiger Darm bezüglich der Immunabwehr gerade für uns Krebspatienten von großer Bedeutung.

Doch leider wirken sich Krebstherapien häufig auf die Verdauung aus. Viele Patienten klagen über Sodbrennen und Übelkeit, die zu vermindertem Appetit bis hin zur körperlichen Auszehrung und Nährstoffunterversorgung (Kachexie) führen kann. Pilzinfektionen im Mundbereich erschweren die Nahrungsaufnahme. Aber auch der Toilettengang verändert sich häufig. Während die eine Person über stark anhaltende und häufige Durchfälle klagt, wünscht sich manch anderer sehnlichst etwas gegen die mehrtägige und schmerzhafte Verstopfung.

Gegen diese vielfältigen Nebenwirkungen gibt es allerlei Möglichkeiten, sie in den Griff zu bekommen – vom Ingwer gegen Übelkeit, über verschreibungspflichtige Medikamente, bis hin zur künstlichen Ernährung, um den Darm zu entlasten oder Nährstoffe zuzuführen.

Im Thementalk berichten unsere Blogger diese Woche über ihre Erfahrungen mit Übelkeit und Verdauungsproblemen und geben euch Tipps dagegen.


Quellen zu Infos über den Darm: https://www.medizin1.uk-erlangen.de/forschung/arbeitsgruppen/ag-prof-c-becker/thema-darm/

https://www.allgemeinarzt-online.de/archiv/a/abwehr-aus-dem-bauch-heraus-1574780

Und hier eure Tipps:

  • Flosamenschalen
  • Chiasamen
  • Ingwertee
  • Milchsauervergorenes (Sauerkraut, Kefir…)
  • Porridge mit Leinsamen
  • Salvytimol zum Gurgeln gegen den Geschmack und Pilze im Mund
  • Eingeweichte Pflaumen im Müsli
  • Bewegung
  • Flohsamen mit Heilerde
  • Ondansetron Schmelztabletten bei Übelkeit vor oder nach der Chemotherapie

Studie: epos – psychologische Online-Selbsthilfe für Menschen mit Krebs

An der Universitätsmedizin Mainz hat die AG E-Mental Health der Klinik und Poliklinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie eine Online-Selbsthilfe für Krebspatient*innen entwickelt, die sie in dieser schwierigen Lebensphase unterstützen soll.

Aktuell wird die Online-Selbsthilfe in einer Studie untersucht. In diesem Rahmen können Betroffene das Programm derzeit kostenfrei nutzen.

Wir möchten Euch herzlich zur Teilnahme an der Studie einladen!

Die emotionsbasierte psychoonkologische Online-Selbsthilfe epos wurde von einem interdisziplinären Team aus Psychotherapeutinnen, Psychoonkologinnen und Psycholog*innen entwickelt, die eng zusammengearbeitet haben, um Betroffenen eine professionelle Unterstützung bei der Bewältigung ihrer Krebserkrankung zu bieten.

Die Online-Selbsthilfe ist emotionsbasiert, legt den Fokus also auf die eigenen Gefühle. Mithilfe von Videos, Audios, erklärenden Texten und interaktiven Übungen sollen Betroffene dabei unterstützt werden, mit der Krankheit und der damit verbundenen seelischen Belastung umzugehen.

epos besteht aus 9 Einheiten zu unterschiedlichen Themen. Teilnehmer*innen können individuell wählen, welche Einheit sie wann bearbeiten möchten.

Ihr habt Lust, an der Studie teilzunehmen?
Eine Teilnahme ist möglich, wenn Ihr mind. 18 Jahre alt seid und Euch derzeit in Behandlung oder in der frühen Nachsorge Eurer Krebserkrankung befindet.

Registrieren könnt Ihr euch ab sofort kostenlos auf der Website:
www.epos.unimedizin-mainz.de
Hier erhaltet Ihr auch genauere Informationen rund um die Studie.

Alle personenbezogenen Daten werden jederzeit vertraulich behandelt und sämtliche Daten werden in pseudonymisierter Form erhoben.

Das epos-Projektteam freut sich über Euer Interesse und beantwortet gerne Eure Fragen.

ANSPRECHPARTNERINNEN
Anna Mayer (M. Sc. Psych.) und Angeliki Tsiouris (M. Sc. Psych.)
Telefon: 06131/17-8221

E-Mail: epos@unimedizin-mainz.de

Nebenwirkungen: seelisch, psychisch, hormonell

Wisst ihr, was wir richtig gut finden? Ihr schickt uns Feedback und Ideen zum Thementalk und wir können für euch die Themen, die euch am meisten interessieren, umsetzen.

Ein Wunsch, der vermehrt an uns getragen wurde, ist das Thema Nebenwirkungen.
Sie können Krebspatienten die Therapiezeit zusätzlich erschweren und sind gefürchtet. Daher ist es uns ein Anliegen, offen über dieses Thema zu sprechen, um Neuerkrankten über mögliche Nebenwirkungen zu berichten und Ängste vor diesen „Monstern“ zu nehmen.

Da es eine Vielzahl von Begleiterscheinungen während und nach der Therapie gibt, finden wir, dass dieses Thema den nötigen Raum bekommen soll. Deshalb widmen wir uns einen ganzen Monat den unterschiedlichsten Nebenwirkungen, von Kopf bis Fuß.

Ihr erfahrt, welche Veränderungen an den verschiedenen Körperregionen auftreten können. Unsere Blogger aus dem Netzwerk geben euch Tipps, was ihnen in der Akutzeit geholfen hat, bzw. was sie derzeit machen, um die Nebenwirkungen erträglich zu halten.

Ihr möchtet wissen, mit welchem Bereich unseres Körpers wir unseren Themenmonat starten? Dann solltet ihr unseren Thementalk am Freitag nicht verpassen!

Gibt es weitere Dinge, zu denen ihr mehr wissen möchtet? Habt ihr Ideen für künftige Thementalks? Erzählt sie uns gerne in den Kommentaren oder schickt uns eine Nachricht.

Moderator: Alex

Interviewpartner: Su

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Chemo-/Cancerbrain

Während der Chemotherapie treten bei Krebspatienten häufig Konzentrationsschwäche, Vergesslichkeit oder Wortfindungsstörungen auf. Hierfür ist der Begriff „Chemo- bzw. Cancer-Brain“ entstanden. In der Vergangenheit ging die Wissenschaft davon aus, dass die genannten Störungen aufgrund von Nebenwirkungen durch die medikamentöse Krebstherapie entstehen. Mittlerweile ist die Forschung der Ansicht, dass kognitive Beschwerden durch u.a. posttraumatischen Stress ausgelöst wird.* Gedächtnisprobleme erschweren den Alltag eines jeden Krebspatienten. Wenn wir uns keine To Do Liste machen und Aufgaben direkt notieren, vergessen wir diese. Das richtige Wort liegt uns auf der Zunge, aber aussprechen können wir es nicht. Häufig stehen wir in einen Raum, und fragen uns, was wir hier wollten. Der Name des Arztes, den wir anrufen sollten? Keine Chance. Er fällt uns nicht mehr ein. Dies kann zu Konflikten im persönlichen Umfeld führen, denn Angehörige sowie Freunde und Bekannte können die plötzliche Vergesslichkeit kaum einordnen. Auch für uns Patienten ist es belastend, dass unser Gedächtnis nicht so funktioniert, wie vor der Erkrankung.

Um unsere kognitiven Fähigkeiten zu trainieren, gibt es unterschiedliche Möglichkeiten. Konzentrationstraining, Gehirnjogging, Eselsbrücken oder ein strukturierter Kalender helfen dabei, die Vergesslichkeit in den Griff zu bekommen.

Diese Woche sprechen unsere Cancer Unites Blogger im Thementalk über ihre Erfahrungen rund um das Chemo-/Cancerbrain. Sie geben euch Tipps für den Alltag und erzählen, wie sie mit der Situation umgegangen sind.
Habt/Hattet ihr auch ein Chemo-/Cancerbrain? Wie geht es euch und eurem Umfeld damit und welche Tipps könnt ihr anderen Betroffenen geben?

*Quelle:
https://www.krebsgesellschaft.de/onko-internetportal/

Diese Woche geht es im Thementalk um das Thema Chemo- oder auch Cancerbrain genannt was durch eine Krebstherapie hervorgerufen wird.Moderator und Krebsblogger Alex interviewte dazu unsere Krebsblogger Annette, Mary und Vera.Wie tritt ein Chemobrain überhaupt auf, was haben unsere Blogger dagegen getan und wie ging das Umfeld damit um? Hört gern rein und holt euch Tipps zum Umgang mit dem Cancer- oder auch Chemobrain. Wir danken allen von Herzen für die Offenheit und das Vertrauen über das Thema „Chemo-/Cancerbrain“ mit uns gesprochen und uns Einblicke gewährt zu haben.

Moderator: Alex Böhmer

Interviewpartner:

Annette:

Mary

Vera

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Selbsthilfegruppen

Rund um die Krebsdiagnose gibt es vieles, was wir mit unseren Freunden und Angehörigen besprechen können. Sei es aus dem (neuen) Klinik-Alltag, Behördengänge mit dem damit verbundenen Papierkram oder einfach Frust loslassen. Doch was ist, wenn ein Krebspatient niemanden zum Reden hat? Was ist mit den Gedanken, Ängsten und Sorgen, die mit der Diagnose einher gehen? Themen, wie Endlichkeit des eigenen Lebens, Nebenwirkungen oder Konflikte mit dem Umfeld? Oft können wir diese Dinge kaum mit unseren Liebsten klären, dennoch sind sie wichtig, um den Umgang mit der Erkrankung zu erleichtern.
An diesem Punkt tauchen Selbsthilfegruppen auf. Betroffene können zu anderen Erkrankten Kontakte knüpfen, sich austauschen, Informationen teilen, oder einfach „Dampf“ ablassen. Zunächst klingt es schwierig, die passende Gruppe zu finden. Wir wissen erst nicht, wonach wir suchen sollen. Es gibt eine Vielzahl an Gruppen! Von der Facebook Gruppe für spezifische Erkrankungen, über Stammtische, bis hin zu organisierten Treffen, wie sie die @junge_erwachsene_mit_krebs deutschlandweit organisiert. Wir von Cancer Unites sehen unser Angebot als Hilfe zur Selbsthilfe, indem ihr auf unserer Website (Link findet ihr in der Bio) Selbsthilfegruppen und passende Anlaufstellen finden könnt.
Auch für die Blogger unseres Netzwerkes ist Selbsthilfe ein Thema. Jeder Patient muss individuell seinen Weg finden. Daher geben unsere Blogger diese Woche im Thementalk ihre Erfahrungen zu Selbsthilfegruppen an euch weiter. Schaut vorbei, wenn ihr euch fragt, welche Kriterien für die Auswahl der Gruppe wichtig sind oder wie so ein Treffen abläuft.

Gern könnt ihr auch unter https://cancerunites.de/selbsthilfe-vor-ort/ oder https://cancerunites.de/selbsthilfe-online/ eine passende Selbsthilfegruppen für euch suchen. Zusätzlich haben wir euch ein paar Tipps zusammengesammelt die du bei Selbsthilfegruppen beachten solltest.

Bei Fragen sind wir natürlich immer gern für euch da.

Hört gern rein.

Wir danken allen von Herzen für die Offenheit und das Vertrauen über das Thema „Selbsthilfegruppen” mit uns gesprochen und uns Einblicke gewährt zu haben.

Moderator: Alex Böhmer https://www.instagram.com/alex.boeh/

Interviewpartner:

Anja: https://www.instagram.com/anjalas65/

Britta: https://www.facebook.com/taubeBloggerinundVloggerin/

Dafinka: https://www.instagram.com/daf2be/

Jennie: https://www.instagram.com/mrs_bieberfuchs/

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